Musikhauptschule: Eltern sponsern Kinder
Verein der
Freunde und Förderer gegründet - Horst Hallhuber erster Vorsitzender
Ruhstorf (nö). Rund zwei Dutzend "Freunde und Förderer"
wollen künftig als eingetragener Verein die Kinder der Ruhstorfer Grund-
und Musikhauptschule in vielfältiger Hinsicht ideell, besonders jedoch
materiell tatkräftig unterstützen. Zum "Premieren"-Vorsitzenden
des eingetragenen Vereins wurde Horst Hallhuber (Hausmanning) gewählt.
"Sponsoring und Mentoring" - diese Anglizismen aus dem
Wirtschafts- beziehungsweise Pädagogikbereich machen angesichts gähnend
leerer Gemeinde-Säckel auch vor dem Schulbereich nicht mehr Halt. Ganz im
Gegenteil: Ohne zusätzlichen Finanzetat - aber auch moralischem Rückhalt
- von engagierten Eltern würden künftig zahlreiche sozial-integrative,
kreative, kulturelle, musische oder sportliche Aktivitäten, die bisher
das Ruhstorfer Schul-Profil nachhaltig positiv prägten, nach Überzeugung
von Rektor Josef Bertl "wohl oder übel dem Rotstift zum Opfer
fallen".
Um so größer war natürlich die Freude des Schulleiters, dass nach
intensiver Vorbereitung durch Elternbeirat und Diplom-Betriebswirt Wolfram
Hatz junior (selbst bereits ein Jahrzehnt Chef des Fördervereins der
Realschule Neuhaus am Inn) künftig eine Initiativ-Gruppe ihre Kinder
bestmöglich sponsert.
Neben Horst Hallhuber beriefen die Freunde und Förderer auch
Schriftführer Günther Gaisbauer und Schatzmeisterin Rosi Jodlbauer
(beide langjährige Beiratsvorsitzende) sowie die Beisitzer Hans Bachl
(Gemeinderat/Ruhstorf), Alexander Hatz und Sandra Kolowos ins
Vorstandsgremium. Als Kassenprüfer fungieren Georg Leeb und Erika Graml.
"Satzungsgemäß" stellt der Volksschul-Förderverein nach den
Worten Hallhubers die unterrichtlichen und erzieherischen Belange der
Kinder ebenso in den Mittelpunkt seiner künftigen Arbeit wie etwa die
"Stärkung von Ansehen und Anerkennung" dieser
Bildungseinrichtung in der Bevölkerung. Daneben bilden jedoch auch die
Weiterentwicklung des Schul-Profils sowie die Pflege freundschaftlicher
Verbundenheit mit Ex-Schülern erklärte Schwerpunkte.
Den finanziellen Rückhalt speziell auch zur Förderung bedürftiger oder
besonders tüchtiger Schüler sowie vor allem zur weiteren Ausstattung der
Klassen- und Fachräume mit modernen Unterrichtsmitteln will der
gemeinnützige Verein aus Mitgliedsbeiträgen und Spendenaktionen sowie
durch die Bereitstellung von Sachwerten erwirtschaften.
"Tue Gutes und rede (öffentlich) darüber" - unter diesem Motto
wollen die Freunde und Förderer künftig in erster Linie heimische
Unternehmen und Firmen für Unterstützungsmaßnahmen sensibilisieren.
Laut Horst Hallhuber ein "soziales Engagement, das sich nicht zuletzt
auch später rechnet". Denn: "Eine zukunftsorientierte
Wirtschaft braucht qualifizierte Schüler und Schülerinnen.
"Bildungs-Investitionen sind deshalb keine unnützen Geldausgaben,
sondern vielmehr Eckpfeiler einer erfolgreichen Partnerschaft mit Handel,
Handwerk und Gewerbe", wie der Vereinsvorsitzende Horst Hallhuber
zuletzt ausdrücklich betonte.
(PNP
04.12.2003
)