Liebe Frau Aigner

Liebe Katrin und lieber Günter

Verehrte Trauergemeinde 

In der ersten Dienstkonferenz 1976 stellte der damalige Rektor, Herr Fritz Gniffke, das Ehepaar Aigner als neue Hausmeister vor. Bescheiden saßen Sie damals ganz hinten. Es war unsere erste Begegnung – und es sollten 32 Jahre werden, über 3 Jahrzehnte, geprägt von gegenseitigem Respekt und hoher menschlicher Wertschätzung. Ob während der Schulzeit, am Nachmittag, am Wochenende oder auch während der Ferien, Herr Aigner und wir Kolleginnen und Kollegen hatten uns einfach Zeit genommen zu einem Gespräch, wenn wir uns begegneten. Sein Fach- und sein Sachverstand, seine Sichtweise mancher Probleme und seine Lösungsvorschläge halfen uns bei vielen anliegenden Problemen und Veränderungen . Er kannte „seine“ Schule wie kein anderer, nicht zuletzt auch durch seine Tätigkeit als Heizungsinstallateur. Schon damals beim Bau der Schule sorgte er als Mitarbeiter der Heizungsbaufirma Mürz für eine warme Schulstube.

Rund um die Uhr war Herr Günter Aigner da – auch wenn um 2 Uhr morgens ein schwerer Regen den Keller überlaufen ließ oder am Sonntag die Heizung ausfiel. Er sorgte sich um „seine“ Schule Tag und Nacht. Jetzt bei der Planung der anstehenden Generalsanierung war Herr Aigner ein sehr wichtiger Ansprechpartner, er kannte die guten Seiten der Schule aber auch die Schwachpunkte.

Herr Aigner war ein Hausmeister der alten Schule! Und so ein Hausmeister weiß alles, was im Schulhaus passiert, er hört Vieles, was gesprochen wird. Ich danke ihm sehr für die großartige und vor allem sehr loyale Zusammenarbeit, auch im Namen meiner beiden Vorgänger Herrn Rektor Fritz Gniffke und Herrn Rektor Georg Moser, im Namen des Kollegiums und  der Eltern.

Zuverlässig und umsichtig erfüllte Herr Aigner seine Aufgaben, sehr oft mehr als es seine Pflicht war. Bereitwillig nahm er sich auch der kleinen und großen Sorgen unserer Schüler an und trug täglich die Erziehungsarbeit an unserer Schule mit Überzeugung mit.

Herr Aigner war eng in unsere Schulfamilie eingebunden, er gehörte einfach zu uns.

Am Montag  sprach der Herr das große Amen. Wir dürfen nicht nach dem „Warum“ fragen. Wir sind dankbar, dass wir unseren Hausmeister Günter Aigner hatten und dass wir ein Stück seines Lebens mit ihm gehen, ihn begleiten durften.

Ihnen Frau Aigner und Ihren beiden Kindern gehört unser tief empfundenes und aufrichtiges Mitgefühl. Ihr Mann hat die Grund- und Musik-Hauptschule Ruhstorf 32 Jahre mitgeprägt. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Der Herr gebe ihm den ewigen Frieden.

(Trauerrede von Rektor Josef Bertl)

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