IT Berufe - Arbeitslehre aus erster Hand

Tipps zur Berufswahl – M-Schüler haben gute Chancen

„Haben IT-Berufe noch eine Zukunft?“ fragte Michael aus der M 10. Darauf wusste Siegfried Floßmann, Gründer und Inhaber der Firma GfD (Gesellschaft für DV-Beratung) aus Burghausen interessante und informative Antworten. Gerade dadurch, dass seine Firma inzwischen durch den GfD-Award mit über 50 Schulen im Landkreis Altötting sehr guten Kontakt hat, konnte er auf alle Fragen der M9 und M10 Schüler eingehen.

Sehr ausführlich zeigte er die einzelnen Berufe auf, die konzipiert wurden, um den bis­lang überwiegend von den Hochschulen versorgten IT-Arbeitsmarkt auch für Schulabsolven­ten durch eine praxisnahe Ausbildung zu erschließen. So beschäftigt sich der „Systemintegra­tor“ vor allem mit verschiedenen Programmiersprachen und der Hardware, während auf den „Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung“ Problemstellungen mit der Software und den vernetzten Systemen warten. „DV-Kaufmann/-frau“ als dritter Berufszweig wäre eine sehr überlegenswerte Alternative zum herkömmlichen Berufsbild „Kaufmann/-frau“ und sehr wichtig für den Mittelstand, betonte Floßmann und erläuterte, dass diese Berufe in einer dreijährigen Ausbildung z.B. in Plattling (PNP berichtete ausführlich darüber) erlernt werden könnten. Danach folgt die IHK – Abschluss­prüfung. Er selbst habe schon Prüflinge dieser Schule eingestellt.

Diese Berufe sind auch in Zukunft noch sehr aktuell und bieten weiter gute (Verdienst-)-Chancen. Als Eingangsvoraussetzung dafür ist der mittlere Bildungsabschluss notwendig. Dabei stellte Floßmann gerade auch den M-Klassen gute Noten aus. Dieser Abschluss sei für ihn absolut gleichwertig zur Realschule und bestätigte, dass besonders durch die Ausbildung in den arbeitspraktischen Fächern Informatik und GtB / KbB der Hauptschule eine gute Grundlage für diese IT-Berufe gelegt werde.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Ausführungen galt den Bewerbungsschreiben und Bewerbungsgesprächen. Dabei wurde er von seinem Geschäftspartner Josef Bertl (München) als Vertriebs- und Unternehmensberater für IT- Unternehmen unterstützt. Neben dem natürlichen Auftreten ohne überzogene Vorstellungen, aber dennoch sein Können ins rechte Licht rücken, sollte das Berufsinteresse gezeigt werden und seine Hobbies nicht verschwiegen werden. „Noten sind nicht alles“, betonten beide Herren, der persönliche Eindruck, persönliche Initiativen neben den schulischen Aktivitäten sind gefragt. Für jeden Beruf aber gelte in Zukunft: eine fundierte Ausbildung ist die Basis für einen erfolgreichen Berufsweg und das Lernen sowie die Fort- und Weiterbildung endet nicht mit dem Abschluss der Lehre.

Für die Schüler war es eine sehr lebensnahe Arbeitslehrestunde mit ehrlichen und informativen Ausführungen, die auch zur Weiterarbeit anregen werden.

zurück