Konrad-Adenauer-Stiftung
zeichnet die Ruhstorfer Musikhauptschule aus
(20.05.2009)


Die Musikhauptschule Ruhstorf hat
einen neuen Fan. Einen, der gestern extra aus Berlin angereist war, um sich vom
musikalischen Können der Mädchen und Buben zu überzeugen. Und Dr. Wolfgang Maier
wurde nicht enttäuscht. Er war begeistert von dem, was er in der Schulturnhalle
hörte, von den mitreißend vorgetragenen Liedern, den schwungvoll gespielten
Musikstücken, von der Freude, mit der die Kinder und Jugendlichen sangen und
musizierten. Und schnell war ihm klar: „Diese Schule hat unsere Auszeichnung
wahrlich verdient.“
Zukunfts-Chancen
für Kinder verbessern

Dr. Wolfgang Maier ist
stellvertretender Präsident der Konrad-Adenauer-Stiftung. Und er war nach
Ruhstorf gekommen, um die Musikhauptschule zu ehren. Im Rahmen der
Qualitätsoffensive für Familien und Kommunen hat sich der Beirat der Stiftung in
ganz Deutschland auf die Suche nach Projekten gemacht, die sich dafür einsetzen,
die Zukunfts-Chancen von Kindern zu verbessern. Und wurde in Ruhstorf fündig,
„in einer Schule, die weit mehr leistet, als die bloße Vermittlung von Wissen“,
wie Dr. Maier betonte. Nur drei Projekte in ganz Deutschland wurden
ausgezeichnet - neben Ruhstorf eines in Berlin und eines in Nürnberg. Gestern
nun fand in der Turnhalle im Beisein zahlreicher Ehrengäste die Preisverleihung
statt.
Eine Preisverleihung, die von viel Musik aber ebenso viel
Lob umrahmt wurde. „Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat es sich zur Aufgabe
gemacht, die Politik dahingehend beratend zu unterstützen, in Deutschland gute
Lebensbedingungen zu schaffen, vor allem für Familien“, umriss Dr. Wolfgang
Maier die Zielsetzung der von der Stiftung gestarteten Qualitätsoffensive für
Familien und Kommunen. Und die Musikhauptschule Ruhstorf sei ein Paradebeispiel
dafür, wie zum einen die Zukunfts-Chancen von Kindern und damit die
Lebensbedingungen allgemein verbessert werden können.
Die Kinder an der Ruhstorfer Musikhauptschule seien durch
die Beschäftigung mit der Musik ausgeglichener und zufriedener als Gleichaltrige
anderer Schulen. Dies sei auch ein Verdienst der Lehrer, „die an der
Musikhauptschule Ruhstorf nicht nur den Wissensstoff vermitteln, sondern die
Eltern auch in ihren Erziehungsaufgaben unterstützen. Denn Musik leistet einen
fundamentalen Beitrag zur umfassenden Bildung von Kindern.“ Das Musizieren
fördere auch die Intelligenz sowie Sekundärtugenden wie Fleiß und
Durchhaltevermögen.

Jedem Schüler
sein Instrument

Das alles werde an der
Musikhauptschule Ruhstorf vorbildlich praktiziert. Hier gilt das Motto: Jedem
Kind sein Instrument, hier wird auf die musische Ausbildung großen Wert gelegt,
wie nicht zuletzt die Musical-Aufführungen mit den Partnerschulen in Schärding
und Meran beweisen. Die sei ein Erfolg versprechender Ansatz für eine ganz neue
Bildungspolitik. Dr. Wolfgang Maiers Fazit: „Die Musikhauptschule Ruhstorf nimmt
eine Vorreiterrolle ein, sie ist ein Beispiel, von dem alle Schulen in
Deutschland profitieren können.“
Lob, dem sich Leitender Regierungsschuldirektor Anton
Wolfer nur anschließen konnte: „Die Musikhauptschule Ruhstorf war eine der
ersten Schulen in ganz Bayern überhaupt, die ein neues Selbstbild kreiert hat:
Weg von der Anstalt der reinen Wissensvermittlung hin zu einer
Dienstleistungseinrichtung, die auch Erziehungs- und Sozialisations-Aufgaben
erfüllt.“
Sichtlich stolz auf seine Schule war dann auch
Bürgermeister Erich Hallhuber. „Wenn eine so renommierte Stiftung aus einer so
großen Stadt wie Berlin auf eine Schule in einem so kleinen Ort wie Ruhstorf
aufmerksam wird, dann muss hier wirklich etwas Außerordentliches geleistet
werden“, freute sich der Bürgermeister, der seiner „mehrfach ausgezeichneten
Schule“ zu dieser Ehrung gratulierte.
Nachdem Dr. Wolfgang Maier und Elisabeth Hoffmann,
Projektbeauftragte für Frauen und Familie der Konrad-Adenauer-Stiftung, die
Urkunde und den Scheck in Höhe von 3000 Euro übergeben hatte, fanden auch MdL
Walter Taubeneder, Rosalinde Brandl für den Elternbeirat, Horst Hallhuber vom
Förderverein und Schülersprecherin Sarah Pawlitschko Worte des Dankes.

Gibt es bald
wieder
eine Auszeichnung?

Und der Vater des ganzen Erfolgs,
Rektor Josef Bertl? Er beschränkte sich auf die Begrüßung der Ehrengäste,
begleitete die Darbietungen der Schüler auf dem Klavier und hielt sich ansonsten
dezent im Hintergrund. Er genoss die Auszeichnung im Stillen - hoffend, dass
vielleicht schon bald der nächste Festakt in der Ruhstorfer Musikhauptschule
ansteht. Denn gestern tagte die Jury des Wettbewerbs „Jeunesses Musicales“, an
dem sich die Ruhstorfer Schüler mit einem „Konzert mit Pfiff“ beteiligt hatten.
Und wenn die Juroren auch nur halb so begeistert vom Auftreten der Ruhstorfer
Musikhauptschüler sind wie es gestern Dr. Wolfgang Maier war, gibt’s bald die
nächste Urkunde.
DIE STIFTUNG
Die Konrad-Adenauer-Stiftung, benannt nach dem ersten
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, ist eine politische Stiftung, die
bundesweit in zwei Bildungszentren und 16 Bildungswerken aktiv ist. Die
Auslandsbüros betreuen weltweit mehr als 200 Projekte in über 120 Ländern. Der
Sitz der Stiftung ist in Sankt Augustin bei Bonn sowie in Berlin, wo 1998 ein
neues Veranstaltungshaus, die Akademie, eröffnet wurde.
National und international setzt sich die Stiftung durch
politische Bildung für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ein. Die Festigung
der Demokratie, die Förderung der europäischen Einigung, die Intensivierung der
transatlantischen Beziehungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit sind
besondere Anliegen der Stiftung.
(M. G.)
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Ruhstorfer Schüler gaben in Berlin
den Ton an
Musikkurs der 8. Klasse umrahmt die Feierstunde der
Konrad-Adenauer-Stiftung in der Bundeshauptstadt

Der Musikkurs der
8. Klasse
umrahmt die Feierstunde mit Liedern und Instrumentalmusik,
begleitet von
Josef Bertl (2.v.r) und Yvonne Naujoks (4.v.l.). (Foto: Bertl)

Ruhstorf.
Im Rahmen der bundesweiten Vorstellung der ausgezeichneten Best-Practice-Modelle
für erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Familien in den Kommunen durch die
Konrad-Adenauer-Stiftung wurden auch die Marktgemeinde und die Musik-Hauptschule
Ruhstorf als Vorbild dargestellt. Dr. Gerhard Wahlers, stellvertretender
Generalsekretär der Stiftung, hatte die ausgezeichneten Projekte als
zukunftsweisend bezeichnet und versprach, diese auch bundesweit bekannt zu
machen.
Für den Parlamentarischen Staatssekretär im
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist das Zusammenspiel
von Kommunen und Familien eine konsequente Investition in die Zukunft. Bei der
Feierstunde in Berlin sagte er: „Starke Eltern sind am besten in der Lage,
starke Kinder auf den Weg zu bringen. Die Unterstützung für die Familien erfolgt
am besten unmittelbar - also auch von den Kommunen“. Mit lobenden Worten stellte
er das Beispiel Ruhstorf heraus und freute sich, dass gerade die
Abschlussschüler in der Musikhauptschule einen ausgezeichneten Anschluss ins
Berufsleben haben.
Rektor Josef Bertl konnte ausführlich die Arbeit an der
Musik-Hauptschule Ruhstorf vorstellen. Er lobte die großartige Zusammenarbeit
mit der Marktgemeinde, der Kreismusikschule und den Eltern, so dass jedes Kind
ein Instrument nach eigener Wahl lernen kann. Sehr erfreulich seien auch die
Auswirkungen auf das Zusammenleben in der Schule, die hohe Leistungsbereitschaft
der Kinder.
Die Zuhörer konnten sich von der Musizierfreude der
Schüler selbst überzeugen. Der Musikkurs der 8. Klasse umrahmte auf Einladung
der Konrad-Adenauer-Stiftung den Festakt mit Liedern und Instrumentalstücken aus
dem Barock bis zur Neuzeit. Großer Beifall brandete auf, als die Buben und
Mädchen bairisch sangen. Mit dem Lied „The Rose“ bedankten sich die Ruhstorfer
bei der Organisatorin Elisabeth Hoffmann und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung
für die Auszeichnung.
Es blieb für die Schüler der Ruhstorfer Musikhauptschule
auch Zeit für ein interessantes Rahmenprogramm. Auf Einladung von MdB Dr.
Andreas Scheuer konnten die Musiker den Reichstag besuchen. Und mit einer
Stadtrundfahrt, dem Besuch bei Madame Tussauds und einem abendlichen Bummel auf
dem Kudamm erlebten die Mädchen und Buben auch den Hauch der Metropole Berlin.
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