Maranatha

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Musikprojektwoche

Meran (I) – Ruhstorf (D) – Schärding (A)

24. bis 30. April 2004

 

ein Gang durch die Kulturen der Weltreligionen

mit Musik, Tanz und Gesang

(von B. Eppacher, G. Kislinger, R. Sigmund, K. Wiedmann)


mit 240 Schülerinnen und Schülern der Hauptschulen aus

 

Meran – Schärding – Ruhstorf

 

Gesamtleitung: Prof. Richard Sigmund, Meran

27. April 2004 Stadtpfarrkirche St. Georg, Schärding

29. April 2004 Pfarrkirche Christus der König, Ruhstorf

 

Beginn: jeweils 20.30 Uhr

 

Eintritt frei, Spenden erbeten

 

 

Zur Aufführung gelangen:

australische Musik (mit Didgeridoo), indianische Musik

südafrikanische Musik (Djemben)

Lieder, Stücke und Tänze zu

Buddhismus/Hinduismus

Judentum

Orthodoxe Weisen

Gregorianischer Choral

Spirituals

 

Stückauswahl

Australische Musik
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Abeeyo

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Uh a lay lay

Indianische Musik
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Kuwate

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The earth is my mother

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In a gentle rain

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Der mit dem Wolf tanzt

Südafrikanische Musik
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Aanghena

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Siahamba

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Ipharadisi

Buddhismus - Hinduismus
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Om Namaya Shiva

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Namo amitabha buddha

Judentum
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Shalom Chaverim - Hawenu Shalom - Shalom Chaverim

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Hava nagila

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Talmud

Orthodox
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Lobet den Namen des Herrn

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Ektenie

Gregorianischer Choral
bulletMaranatha
Spiritual
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Burden down Lord

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Hear me praying Lord

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I've got a feeling

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Sinner you know

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Shine Jesus shine

Sister Act
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I will follow him

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Hail holy queen

 

Trommeln als Auftakt zum Musik-Projekt

Trommelbauer Hans Freundshuber an der Musik-Hauptschule Ruhstorf (09.02.04)

„Eigentlich wird die Trommel gar nicht geschlagen. Die richtige Bewegung entsteht von selbst, wenn man die Hand nur fallen lässt. Nicht die Kraft, sondern die Technik macht den Ton!“ – Gespannt lauschten die Musik-HauptschülerInnen den Ausführungen des Neuhausers Hans Freundshuber. Der Musiker, Instrumentenbauer und Trommellehrer beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit verschiedensten Trommel-Instrumenten und besuchte bereits selbst das Volk der Malinké in Westafrika. Das Spiel auf Congas, Bongos und Djemben wurde von den Jugendlichen der Jahrgänge 7-8 praktisch erprobt. Hans Freundshuber gibt ein Rhythmus-Signal und die Schüler setzen ein, denn „bei der afrikanischen Musik wird nicht eingezählt wie in Europa“.

Für die Musik-Hauptschule war dieser besondere Unterricht nur ein Teil der Vorbereitung auf ein größeres Projekt: Unter dem Titel „Maranatha – Ein Gang durch die Kulturen“ findet vom 24. bis 30. April 2004 die 4. Internationale Musikprojektwoche der Musik-Hauptschulen Ruhstorf (D), Schärding (A) und Meran (I) statt. Aufführungsorte sind Ruhstorf und Schärding.


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Näharbeiten

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Kostümanprobe

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Aufführung in Schärding

am 27.04.2004

 

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Aufführung in Ruhstorf

am 29.04.2004

 

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Zeitungsartikel (PNP)

Ruhstorf. „Das wäre was für das Fernsehen“, sagte Schulamtsdirektor Anton Kreuz zu stellvertretendem Landrat Günther Kohl. „Ja, aber nur für ein gutes Programm“, kam die Antwort Kohls zurück am Ende eines zauberhaften Abends in der Kirche „Christus der König“, die bis auf den letzten Platz besetzt war.
250 Kinder und Jugendliche aus Meran, Schärding und Ruhstorf hatten gezeigt, dass Musik immer noch zu Toleranz, Gemeinschaft und Frieden in der Welt beitragen kann. „Maranatha“, der biblische Ruf „Komm, Herr“, stand über dem Gang durch die Kulturen der Weltreligionen mit Musik, Tanz und Gesang zum Abschluss der 4. Internationalen Musikprojektwoche, an der die „Josef-Wenter-Mittelschule“ mit musikalischer Ausrichtung aus Meran, die Musikhauptschule Schärding und die Musikhauptschule Ruhstorf teilnahmen. Ziel war es, durch Musik fremde Kulturen zu entdecken, Wege zu einem friedlichen Miteinander zu zeigen und auch Freundschaften zu schließen oder zu festigen.
Eigentlich war das Programm gar nicht so spannend. Es gab keine Handlung, nur Musik und Worte aus den heiligen Schriften der großen Religionen – und doch begeisterte es die rund 800 Zuhörer. Ein Gang durch die Musik der Menschen dieser Welt erfordert Konzentration, Aufmerksamkeit, Hellhörigkeit. Und all das war bei den vielen jungen Sängern und Musikern von Anfang an zu spüren. Prachtvolle, leuchtend bunte Kostüme, ein zauberhaftes Bühnenbild und eine hervorragende Lichtregie trugen wesentlich zum Gesamteindruck des Werkes bei.
Schon der Auftakt war verheißungsvoll: Zum Klang des Didgeridoo tanzten und sangen australische Aborigines. Dieter Mayerhofer las verbindende Worte aus den Schöpfungsmythen Australiens und leitete über zur Botschaft der Indianer: „Die Erde ist unsere Mutter“. Der Bogen spannte sich weiter über Südafrika mit einem ausdrucksstarken Maskentanz zum Buddhismus und Hinduismus. Es gelang den Mitwirkenden problemlos, die Atmosphäre zu halten, den Faden immer schnell aufzunehmen, keine Zwangspausen aufkommen zu lassen. Das war vor allem das Verdienst von Professor Richard Siegmund aus Meran, der nicht nur Chöre und Orchester als Dirigent sicher und hochkonzentriert durch das Programm führte, sondern auch die Regiefäden fest in der Hand hielt.
Dennoch schien alles ganz leicht zu gehen: Jeder Sänger und Tänzer – auch hier zeigten sich erstaunliche Talente, vor allem bei den mitreißenden jüdischen Tänzen – wusste um seinen Platz, um seinen Einsatz. Disziplin war groß geschrieben – und sie klappte bis ins Detail.
Ausdrucksstark in ihrer eigentlichen Schlichtheit waren die orthodoxen Gesänge und vor allem der gregorianische Choral, der das Thema „Maranatha“ in vielfältiger Form erschloss. Der ganze Kirchenraum wurde von den vielen Stimmen dicht ausgefüllt.
Temperamentvoll waren die Spirituals, die von den Meraner Schülern mit Schwung nicht nur in der Stimme gesungen wurden. Und natürlich durfte der Sprung in die neueste Zeit nicht fehlen: Zwei Nummern aus „Sister Act“ zeigten, dass religiöse Musik auch sehr viel mit Lebensfreude zu tun haben muss. Es war ein fröhliches Bild, die vielen jungen „Nonnen“ auf der Bühne singen zu hören und tanzen zu sehen. Einzig der Islam wurde aus dem Panorama der Weltreligionen ausgeklammert. Rektor Josef Bertl aus Ruhstorf erläuterte: „Im Islam gibt es keine religiöse Musik, und das wollten wir auch so darstellen“.
Musik verbindet Menschen – auch junge Menschen. Das wurde in Ruhstorf und in Schärding bei den beiden Aufführungen von „Maranatha“ deutlich. Intensiv wurde in den letzten Tagen miteinander geprobt. Die Kinder und Jugendlichen aus Meran fanden in dieser Zeit herzliche Aufnahme bei den Familien in Schärding und Ruhstorf.
Dass Musik auch ein wichtiger Beitrag zu schulischen Erziehung ist, zeigten die drei Schulen wieder einmal sehr eindrucksvoll. Und dass es viele Kinder und Jugendliche gibt, die sich mit viel Leidenschaft und Freude auf so ein Projekt einlassen, die sichtlich und hörbar Spaß am Singen, Musizieren und Tanzen, an der Arbeit auf und hinter der Bühne haben, war eine wichtige Botschaft an alle, die sich von „Maranatha“ mitreißen ließen. Denn immer noch können Musik und Kunst helfen, Menschen zusammenzuführen, Grenzen zu überwinden, Toleranz unter den Völkern und Religionen zu stärken. „Maranatha“ war nicht nur ein musikalischer und optischer Genuss – das war auch die Botschaft vom Frieden für die Welt. Und davon sangen die 250 jungen Leute in ihrem Schlusslied.    

Dr. Hans Würdinger

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