Mia san muid

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„Mia san muid“ - der Hit aus der Schule

Kreativer Ferienjob: Hauptschüler produzieren CD für den Mundart-Wettbewerb des Ministeriums

 

CD-Produktion im Volksschul-Studio: Unter Regie von Roman Bichler (vorne r.) und Josef Bertl jun. (r.) gestalteten die Musikhauptschüler ihren Hit. Am Keyboard: Rektor Josef Bertl. (Foto: Nöbauer)



CD erhältlich an der Grund- und Musikhauptschule Ruhstorf  a. d. Rott


Ruhstorf (nö). „Singa - wia oan da Schnabi g’wachsn is“: Unter diesem Motto startete das Kultusministerium einen landesweiten Musik-Wettbewerb zur Pflege der bayerischen Mundart. Voller Eifer mit dabei: Mehr als zehn Neuntklässler der ersten und bisher immer noch einzigen Musikhauptschule Bayerns. Das Ergebnis ist eine CD mit dem Titel „Mia san muid“.
Der Wille ebnet auch bei den Schülern selbst schwierigste Wege - sogar in den Faschings-Ferien und noch dazu am Aschermittwoch: Am Anfang steht nämlich das Nichts. Zunächst muss die grobe Musikrichtung festgelegt, ein fetziger Rhythmus gefunden, der bayerische Text kreiert und in Noten gekleidet werden. Teamwork in Kleingruppen und harte Arbeit ist angesagt. Immer wieder wird an Text und Melodie gefeilt, bis der verrockte Sound passt. Dieser liegt zwischen Deutschrock der Kultband „Juli“ und „Metallica“.

„Wir sind gut“

Der Refrain „Mia san muid“ spiegelt das Lebensgefühl der 14- bis 16-jährigen Teenager wider. Ihre Zukunfts-Philosophie: Motivation statt Frustration, engagiert statt desinteressiert sowie nicht zuletzt konstruktiv statt aggressiv. Alle diese positiven Eigenschaften junger Menschen sollen auf der Mundart-CD rüberkommen -natürlich auf boarisch. Die Diskussion spitzt sich zu, bis Titel und Refrain stehen: „Mia san muid“. Übersetzt bedeutet das „Wir sind gut“ oder, freier interpretiert, „Im Grunde genommen passt das schon so, wie wir sind“. Donnerstag - Aufnahmetag mit Profis aus der Münchner Medien-Branche mit Roman Bichler (33), freischaffender Musikproduzent, an der Spitze. Bichler spielte erst kürzlich ein Rock-Album mit Rolling-Stones-Schlagzeuger Charly Watts ein und liefert darüber hinaus die Sound-Tracks für das TV-Wissenschaftsmagazin „Welt der Wunder“ (Pro 7) und eroberte unter seinem zweiten Vor- und Künstlernamen „Lennart“ mit seinem Protest-Song „Friendly Fire“ während des Irak-Kriegs sogar die Charts. Zweiter Profi-Partner: Event-Organisator und Moderator Josef Bertl jun., Sohn des Ruhstorfer Schulleiters. Zusammen mit Christian Kaupa aus Pocking haben sich Bichler und Bertl auch als Musikkabarettisten der „Start- up-Comedy“ einen Namen gemacht. Der Musiksaal wird zum Tonstudio: Mit hauseigenem Produktions-Equipment (finanziert aus Fördermitteln des Kultusministeriums) werden einen halben Tag lang Solo- bzw. Chorstimmen digital aufgezeichnet. Den passenden Background liefern Steven Koller (Schlagzeug), Fabian Waldherr (E-Gitarre), Elisabeth Hallhuber, Julian Gottlieb (beide Querflöte), Sonja Christl (Saxophon) und Rektor Josef Bertl (Keyboard). Endlich: Der Vokal- und Instrumentalsound steht - die erste CD ist (fast) fertig.

Im Internet abrufbar

„Alle zwölf Interpreten dürfen stolz auf ihren ersten Song sein, denn jede Text- und Melodiezeile stammt aus eigener Feder“, so lautet das Kompliment von Roman Bichler und Josef Bertl junior. Außerdem: „Die Burschen und Mädchen agieren teilweise viel unkomplizierter und natürlicher als manche Pop- und TV-Stars. Kurzum, sie sind mit Herz und Seele dabei“, zollen beide Münchner Musik-Profis, die zwar zwei Tage lang produzierten, dafür aber keinen Cent kassierten, allen Neuntklässlern Lob. Den technischen Feinschliff erhält die Ruhstorfer CD derzeit noch im Münchner Tonstudio. Die fertige Mischung des Ruhstorfer Schüler-Hits „Mia san muid“ können sich interessierte Musikliebhaber bereits ab Donnerstag, 9. März, unter www.vs-ruhstorf.de als „mp3-Version“ downloaden. Gleichzeitig wird die CD auch der Jury des Kultusministeriums vorgelegt. Mit dabei: Hans-Jürgen Buchner (Haindling) oder Fredl Fesl. Spätestens dann stellt sich heraus, ob die Ruhstorfer Rock-CD echtes Hit-Format besitzt. Ein Erfolg steht jedenfalls schon jetzt fest: Viele befreundete Schüler sind bereits „ganz wuid“ auf „Mia san muid“.

 

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Pressemittelung des Kultusministeriums

(Pressemitteilung Nr. 103 vom 11. April  2006 ) 

Kultusminister gratuliert den Siegern des Mundart-Musikwettbewerbs Prominent besetzte Jury kürt Gewinner - Probenwochen, Aufnahmen und Auftritt auf dem Mundartfestival in Waldmünchen als Preise

MÜNCHEN. Der landesweite Musik-Wettbewerb des Kultusministeriums und der Mundart-Ageh zur Förderung der bayerischen Mundart in Sprache und Musik ist entschieden. Die Hauptjury hat insgesamt achtzehn Teilnehmer von bayerischen Schulen ausgewählt, die herausragende selbst komponierte und getextete Mundartlieder eingesandt hatten. Belohnt werden die Sieger mit attraktiven Preisen: Live-Auftritte auf dem bayerischen Mundart-Festival am 24. Juni 2006 in Waldmünchen, Studioaufnahmen, kostenlose Probentage in einer Jugendbildungsstätte sowie die Veröffentlichung der Siegerlieder auf einer CD der Mundart-Ageh.

Kultusminister Schneider als Schirmherr des Wettbewerbs gratulierte den Gewinnern herzlich zum Erfolg: "Dialekt vermittelt das Gefühl von Heimat. Wer dieses Gefühl so echt wie die Preisträger unseres Mundartwettbewerbs in Gesang und Musik bringen kann, ist ganz nah an den Herzen der Menschen in Bayern."

Die Jury des Wettbewerbs bestand aus den Vorständen der Mundart Ageh, prominenten Kulturschaffenden wie dem Musiker Fredl Fesl und der Kabarettistin Maria Peschek, Vertretern aus Presse und Rundfunk sowie einem Beauftragten des Kultusministeriums und der Stiftung art 131.


Die Sieger kamen von Schulen aller Schularten und aus allen Regionen Bayerns; Näheres ist der beiliegenden Liste zu entnehmen:

Orlando-di-Lasso-Realschule Maisach, Staatliche Berufsschule III Straubing, Johann-Turmaier-Realschule Abensberg, Gymnasium Lindenberg/Allgäu, Hauptschule Ruhstorf a. d. Rott, Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg, Realschule Pindl Regensburg, Edith-Stein-Gymnasium München, Johannes-Gutenberg-Gymnasium Waldkirchen, Auersperg-Gymnasium Passau, Gymnasium Gnadenthal Ingolstadt, Gymnasium Untergriesbach, Camerloher-Gymnasium Freising, Gymnasium Gars.

Sechs der Preisträger werden auf dem Mundartfestival in Waldmünchen zusammen mit etablierten Künstlern der Mundartszene auftreten. Vier Sieger dürfen an einer Probenwoche unter professioneller Anleitung teilnehmen. Acht weitere Preisträger erhalten eine Siegerurkunde und freien Eintritt zum Mundartfestival. Außerdem werden die Lieder aller Gewinner auf einer von der Mundart-Ageh produzierten CD auf den Markt gebracht.

Solisten, Bands, Gruppen, aber auch ganze Schulklassen konnten teilnehmen; zugelassen waren die traditionelle bayerische Volksmusik ebenso wie auch aktuelle Musikrichtungen. Als Beurteilungskriterien zog die Jury heran: Sprache und Textverständlichkeit in einer der regionalen Mundarten (z.B. bayerisch, schwäbisch, fränkisch usw.); Eigenkomposition der Musik, musikalische Qualität (Instrumente, Gesang, Intonation, Art der Darbietung).

Weitere Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie im Kultusministerium bei Herrn Georg Spoettl (Tel. 089 2186 2739; georg.spoettl@stmuk.bayern.de.


Dr. Harald Niedermair, Sprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

 

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Mitteilung des Schulleiters an das Schulamt über den Erfolg der Musikgruppe der 9. Klasse bei dem Wettbewerb:

 

Lieber Herr Schulamtsdirektor,

anbei die Pressemitteilung über den Mundartwettbewerb. Der offizielle Brief kam per Post - ich leite ihn dir per FAX weiter.

Wir - auch die Eltern! - sind schon ein wenig stolz darauf.

Herzlichen Gruß

Josef

 

Antwort des Schulamtsdirektors: 

 

Oiso naa, Herr Schuimoasta, do bin i etzat aba scho ganz schee ausm Heisl vor lauta Freid und Stoiz wega eich.

Sogst olle Beteiligt’n  häxtn Reschbekt und herzlichste Gratulation.

Eicha eich oiwei eng verbundena

Stadtundlandkreisobaschuiinspekta (oda……schuiobainspekta…..oda Obastadtund…….)

Is ja wurscht.

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