Orff-Tag in Hauzenberg und
Pocking
Schüler gestalten Musik für Ohren und Augen
Sieben Schulen und Lehrerchor
präsentieren Orff-Festival in Hauzenberg und Pocking
Hauzenberg/Pocking. Ein beeindruckendes Schauspiel
und Hörerlebnis geboten bekommen haben die Besucher der zwei Orff-Konzerte in
der Hauzenberger Stifter-Halle sowie am Tag darauf in der Stadthalle Pocking.
Sieben Schulen aus Stadt und Landkreis sowie der Lehrerchor Stadt/Land
präsentierten Tänze, Gesänge und Melodien von Carl Orff.
Die Gäste staunten über die Präzision
und Frische der Vorträge, lobten ausdrücklich die Disziplin, welche die Schüler
an den Tag legten. Viele Wochen hatten die Schüler geprobt, waren weite Wege
gefahren, um gemeinsam mit den anderen Schulen die Stücke einzustudieren.
Schulrat Heinz Fuchs hatte das Spektakel organisiert, bei Marlene Kaulmann lag
die Gesamtleitung. Es wirkten mit : Chöre und Instrumentalgruppen der
Grundschule Heining, der Volksschule Ruhstorf, der Grundschule Pocking, der
Volksschule Salzweg, der Grundschule Grubweg, der Hauptschule Hauzenberg und der
Volksschule Bad Griesbach. Leitende Lehrkräfte waren Eva-Maria Dellefant, Karin
Görlich, Martin Stockbauer, Bettina Stummer, Wilma Sanladerer, Rektor Josef
Bertl, Katharina vom Berg sowie Lydia Urban. Das Eröffnungslied gab das Motto
vor: „Kommt und lasst uns tanzen, springen“. Die „Ennstaler Polka“ leitete
jeweils zu den Konzertteilen über. Drei Geister tanzten und sprangen dazu getreu
dem Motto auf und vor der Bühne.
Die Stücke und Lieder zeigten alle Variationen der
Orffschen Kompositionskunst. Das Spektrum reichte von den zauberhaften Klängen
des „Andante“ über das spritzige „Bumfallera“ zu einem sehr hörenswerten
„Rondo“. Orffs Liebe zu Märchen und zur bayerischen Sprache sowie der Volksmusik
spiegelten die „Märchensprüche“, mit Schattenspielen unterlegt, sowie Lieder wie
das „Bibihenderl“ oder ein Maiengruß wider.
Drama und Spiel boten das Lied „Es saßen neun Narren“
sowie der „Narrentanz“. Freude am Singen zeigten sich wieder beim „Ostergesang“
und dem „Mater et Filia“. Der Lehrerchor bewies mit dem „Odi et amo“ sein
Können, bevor sich (fast) alle Mitwirkenden auf und vor der Bühne versammelten.
Die Gäste im Saal bestaunten die Aufführung der „Rota“ von Carl Orff. Der hatte
mit diesem mittelalterlichen Kanon ein Klangwerk für die Eröffnungsfeier der
Olympischen Spiele 1972 geschaffen. Die Musik steigerte sich in Orffscher
Dramatik immer weiter - bis zum donnernden Schlussakkord. Prasselnder Beifall
belohnte die über 200 Mitwirkende für Konzerte voller Musikalität, die den
Hörern viel Kurzweil boten.
Von Martin Riedlaicher